Scott Bricklin – „Lost ‚Til Dawn“

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Format: CD / Digital
VÖ: 14.02.2016
Label/Vertrieb: Blue Rose Records (Soulfood)
Label Code: LC24951

Und am Bass… Scott Bricklin. So haben wir ihn hier bei uns vor etlichen Jahren kennengelernt: zunächst in diversen Begleitbands von Joseph Parsons, später als festes Mitglied bei der Mini-Supergroup US Rails. Spätestens dort präsentierte er sich neben den bereits arrivierten Herren Joseph Parsons, Ben Arnold und Tom Gillam aber auch als ebenbürtiger Partner in Sachen Leadgesang und Songwriting! In 2011 debütierte Scott Bricklin mit einem ersten eigenen, selbstbetitelten Album nach so langer Zeit als Teamplayer in der Philadelphia-Szene. Jetzt legt der mit unzähligen Session- und Studiojobs dauerengagierte Musiker endlich sein nächstes, mit Spannung erwartetes Solowerk vor: Lost ‚Til Dawn besitzt all die Kraft eines richtig gut gemachten Rock/Pop-Albums mit Songcharakter von völlig zeitloser Qualität etwa zwischen den Bausteinen Beatles, Stones und Tom Petty. Und… ja, er spielt auch Bass, aber das ist nur eine Randnotiz, denn wir erleben hier Scott Bricklin einmal mehr als absolutes Allroundtalent vom Songschreiben bis zum finalen Mixing.

Bricklin ist ein Künstler – ein Multi-Instrumentalist, Produzent, Tonengineur, Sänger und Songwriter. Zusammen mit seinem Bruder spielte er in der 80s Rockband Philadelphias Bricklin, schloss sich dann Martin’s Dam an, tourte mit Joseph Parsons, unterstützte The Figgs und Graham Parker und – mit Joseph Parsons und Ben Arnold – war er Mitglied der 4 Way Street, eine Band ganz nach CSNY und Buffalo Springfield. Seit Mitte der 2000er lebt er in Paris und tourt mit den US Rails oder solo durch Europa. Sein 2011er Studiodebüt enthielt zwölf eingängige Songs in einem Semi-Akustik-Rock-Stil und „Lost ‚Til Dawn“ ist ein schlüssiger Nachfolger.

Mit dem rockigen Opener „Fire On Fire“ mit seinen Stones Gitarren und starken Refrains, beginnt Scott Bricklin ein abwechslungsreiches Album voll handfesten Rock Songs und eingängigen Popmelodien, hinreißenden Balladen und feinsinnigem Akustik-Folk. Das swampy Slide-getriebene Rockstück „Maybe Less Than Before“ hat eine dezente Meisterwerk-Atmosphäre. „On The Rock“ ist eine sanfte halb-akustische Country-Rock-Nummer à la George Harrison, während der Titelsong des Albums als eine treibende Rocknummer mit großartigen Riffs und rauher Stimme daher kommt. Es folgt das Akustik-Folk-Pop Stück „Let Me Go“ und „Babyshoes“ eine Pop-Rock Reminiszenz à la Abbey Road-Beatles mit einem Hauch Clapton Gitarre.

In der wunderschön melodiöse Ballade „The Ferry“, wirkt Scott Bricklin als ausgezeichneter Soulsänger. Andere Stücke wie „The Other Side“ und „Make A Lotta Love“ bieten Gitarrenrock im Tom Petty-Stil, zwischen dem verträumten Folksong „Goldtown“ und der sorgsam gestrickten Ballade „I Would“.

Scott Bricklins Gesang hat angenehm raue Kanten und ist doch sehr vielseitig. Ausserdem spielt er zahlreiche Gitarren, Mandoline, Banjo, Klavier, Orgel, Bass, Schlagzeug und Percussion. Zusammen mit seinen Pariser Musikerfreunden Felix Beguin (Gitarre, Keyboard, Backing Vocals, Co-Produzent) und Jeremy Norris (Schlagzeug, Percussion, Backing Vocals) schrieb, produzierte, und mischte Scott Bricklin alle Songs des Albums. US Rails Schlagzeuger Matt Muir war ebenfalls bei einem Song zu Gast – was einmal mehr beweist, dass Scott Bricklin ein von Eitelkeit freier Teamplayer ist.

Internet: www.scottbricklin.com| Blue Rose Records

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